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Drei Tage im Waisenhaus in Tansania - Interview mit Maria Hartmann

  • Autorenbild: Pure Foundation
    Pure Foundation
  • 28. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. März

Das Jahr 2025 startete für die Pure Foundation gemeinsam mit Travel to Grow nach Tansania. Dort verbrachte die Initiatorin der Pure Foundation, Maria Bruckert, zusammen mit Maria Hartmann drei unvergessliche Tage im Waisenhaus Fruitful Orphanage and Day Care Centre. Ihre Arbeit bestand darin, den Kindern durch Kleinigkeiten, aber vor allem durch Zeit, Nähe und Fürsorge das Zuhause ein bisschen zu verschönern. Die Lebensfreude der Kinder trotz der lokalen und strukturellen Herausforderungen hat die beiden sehr beeindruckt und ihre Sicht auf vieles verändert. Deshalb haben wir Maria Hartmann gefragt, wie sie die Reise erlebt hat und was ihre Highlights waren: 


PF: Was waren deine Erwartungen und Vorstellungen von der Reise, nachdem du erfahren hast, dass es nach Tansania geht?


MH: “Als ich erfuhr, dass ich nach Tansania fliegen darf, machte mein Herz einen Sprung. Ich spürte sofort, dass diese Reise etwas ganz Besonderes für mich sein würde – nicht nur wegen der schönen Erlebnisse, sondern vor allem, weil sie die Möglichkeit bot, mich sozial zu engagieren. Ich bin ohne feste Erwartungen aufgebrochen, sondern wollte mein Bewusstsein offenhalten, um mich voll und ganz auf alles einzulassen, was kommt. Das war die beste Entscheidung, denn so konnte ich die Reise in ihrer ganzen Intensität erleben und fühlte mich selten so leicht und frei.”


PF: Was hat dir am meisten Spaß gemacht – der Bau des Soccerfelds oder andere Projekte mit den Kids?


MH: “Jeder Tag war einzigartig und voller Emotionen. Ganz gleich, welche Aufgabe man im Waisenhaus übernahm – alles fühlte sich für mich erfüllend an. Die strahlenden, dankbaren Augen der Kinder waren allgegenwärtig und machten jede Aktivität zu einem besonderen Erlebnis – sei es das Streichen der Wände, das Tanzen oder einfach nur das gemeinsame Spielen.”


Maria Hartmann
Maria Hartmann

PF: Erinnerst du dich an einen Moment, der dich besonders berührt oder beeindruckt hat?


MH: “Diese Reise war voller unvergesslicher Momente, die mich ein Leben lang begleiten werden. Besonders tief berührt haben mich jedoch die Ankünfte im Fruitful Waisenhaus. Jedes Mal, wenn wir mit dem Bus auf das Waisenhaus zufuhren, sich das Tor öffnete, die Kinder voller Freude herausströmten, begeistert klatschten und uns in die Arme fielen – ein absoluter Gänsehautmoment, an den ich immer wieder gern zurückdenke.”


PF: Gab es Herausforderungen, mit denen du nicht gerechnet hast? Wie seid ihr damit umgegangen?


MH: “Vor der Reise hatte ich Respekt davor, wie mich der Besuch des Waisenhauses emotional beeinflussen würde – insbesondere der Kontakt mit den Kindern und der Anblick der einfachen Lebensverhältnisse. Doch obwohl die Gegebenheiten für uns zunächst ungewohnt waren, haben wir schnell erkannt, wie zufrieden die Kinder mit dem sind, was sie haben. Es hat uns gezeigt, dass Glück oft nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern von der Einstellung.”


PF: Wie war die Stimmung vor Ort? Haben die Kinder oder die Community dich mit irgendetwas überrascht?


MH: “Die Stimmung innerhalb unserer Gruppe war überwältigend. Da wir alle ähnliche Werte teilten, fühlte sich die Gemeinschaft trotz anfänglicher Fremdheit sofort vertraut an. Wir konnten uns vollkommen fallen lassen. Diese positive Energie übertrug sich auch auf das Waisenhaus. Alle waren präsent im Hier und Jetzt und haben die gemeinsame Zeit mit den Kindern in vollen Zügen genossen.”


PF: Was nimmst du persönlich aus der Reise mit – gibt es etwas, das dich besonders geprägt hat?


MH: “In Tansania konnte ich erleben, wie es ist, wirklich im Hier und Jetzt zu leben – und das in einer Intensität, die ich so noch nie gespürt habe. Die Begegnungen mit den Kindern haben meinen Blick auf das Wesentliche geschärft. Ich habe gelernt, wie wenig es braucht, um zufrieden zu sein, und wie viel Wertschätzung kleinen Dingen entgegengebracht werden kann. Vor allem die Entschlossenheit der Kinder, ihre Träume durch Bildung zu verwirklichen, hat mich tief beeindruckt. Diese Werte möchte ich auch meinen eigenen Kindern mitgeben.”


Waisenhaus Fruitful Orphanage and Day Care Centre
Waisenhaus Fruitful Orphanage and Day Care Centre

PF: Wenn du die Reise mit 3 Worten beschreiben müsstest – wie würden die lauten?


MH: “Lebensverändernd, Dankbarkeit, Sein”


PF: Würdest du nochmal mitkommen, wenn sich die Chance ergibt? Und hast du schon Ideen für ähnliche, neue Projekte?


MH: “Sofort! Ich würde sowohl die gleiche Reise noch einmal unternehmen, aber auch die anderen Reisen von Travel to Grow haben großes Interesse bei mir geweckt. Auch habe ich große Lust mich noch mehr für Institutionen, Vereine und Projekte wie Travel to Grow, die Pure Foundation und Friends for Help zu engagieren.”


Maria Hartmann und Maria Bruckert mit Travel to Grow in Tansania
Maria Hartmann und Maria Bruckert mit Travel to Grow in Tansania

Gerade in den ersten Lebensjahren hat unsere Umwelt den größten Einfluss auf unser Leben - die Menschen, die Erfahrungen und die Liebe, die wir erfahren, legen den Grundstein für unser späteres Ich. Deshalb ist es wichtig, den Kindern die besten Voraussetzungen dafür zu geben. Es braucht nicht viel, um einen Unterschied zu machen!


 
 
 

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